Auf einen Blick
Ein 60 Jahre alter Porsche 356 läuft besser als die meisten Neuwagen. Warum? Weil sein Besitzer ihn pflegt. Dein Körper funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Wartung schlägt Reparatur. Was Oldtimer-Pflege und präventive Gesundheit gemeinsam haben.
„In Ihrem Alter ist das so.“
Diesen Satz hast du wahrscheinlich schon gehört. Vielleicht beim Hausarzt. Vielleicht beim Orthopäden. Vielleicht von dir selbst, morgens um 6, wenn der Wecker klingelt und alles wehtut.
Die Logik dahinter ist simpel: Du bist ein Auto. Autos verschleissen. Je älter das Auto, desto mehr Verschleiss. Irgendwann springt es nicht mehr an, und dann war’s das.
Klingt plausibel, oder?
Ich dachte das auch. Bis ich eines Tages am Fenster meiner Praxis sass und etwas sah, das mich nicht mehr losgelassen hat.
Die Tankstelle nebenan
Du weißt vielleicht nicht, dass sich hier bei der Praxis eine kleine Tankstelle niedergelassen hat. Die wollten von der Laufkundschaft profitieren — und ein- bis zweimal im Jahr profitieren sie von einer ganz besonderen Sorte Kundschaft.
Oldtimer-Rennen.
Du kennst das vielleicht: Diese Autos aus den Fünfzigern, Sechzigern, Siebzigern. Mit den großen Startnummern drauf. Die man ein- bis zweimal im Jahr durch die Gegend fahren sieht, in Kolonne. Das Chrom blitzt. Der Lack leuchtet und glänzt. Die Fahrer und Fahrerinnen sind rausgeputzt bis zum Geht-nicht-mehr, als ob sie auf einen Sonntagsausflug fahren würden.
An diesem Tag also parken ganz, ganz viele von diesen Oldtimern direkt vor meinem Fenster. Und ich sitze da und schaue raus und denke mir: Ich muss mal da hingehen und die fragen, wie sie das eigentlich machen.
Der Porsche 356 B aus dem Jahr 1961
Also gehe ich hin. Da steht so ein rundlicher, knuffiger Sportwagen. Geschwungene Kotflügel, hochgesetzte Scheinwerfer, dieser typische 50er-Jahre-Look. Ich dachte nur: Boah, was für ein krasses Auto.
Ich muss zugeben: Von Autos habe ich keine Ahnung. Ich wusste nicht mal, was das für ein Modell ist. Aber der Besitzer — der wusste alles.
„Das ist ein Porsche 356 B“, sagt er. „Baujahr 1961. Luftgekühlter Boxermotor. 60 PS. Damals Spitze der Ingenieurskunst.“
Ich schaue mir das Auto an. Der Lack sieht aus wie neu. Der Motor brummt. Und ich denke mir: Das Ding ist über 60 Jahre alt.
Also frage ich ihn — halb im Scherz, halb ernst:
„Der ist ja wohl verschlissen. Kommen Sie da überhaupt noch von A nach B — in dem Alter?“
Er guckt mich an wie ein UFO.
„Was soll das heißen, in dem Alter?“
„Na ja“, sage ich, „der Motor ist doch über 60 Jahre alt. Da kann doch nichts mehr laufen.“
Dann guckt er mich an und sagt — und das ist der Satz, der hängen geblieben ist:
„1961 war dieser Wagen die Spitze der Ingenieurskunst. Und mit der richtigen Wartung — nicht nur Ölwechsel, sondern echte Feinabstimmung — fährt er heute noch Kreise um moderne Kleinwagen. Das Auto ist nicht alt, es ist erfahren. Und es ist nur deshalb eine Rennmaschine, weil ich mich geweigert habe, den Zerfall als ’normal‘ zu akzeptieren.“
Menschen sind Rennmaschinen
Ich stand da und dachte: Der Mann hat recht.
Wir Menschen sind eigentlich auch Rennmaschinen. Unser Körper ist Spitze der Ingenieurskunst — Millionen Jahre Evolution. Und er kann sich selbst reparieren — wenn er die richtigen Rohstoffe bekommt.
Aber die Medizin? Die sagt: „Hey, solange du halbwegs von A nach B kommst — in deinem Alter — sei doch froh. Es gibt Leute, denen geht’s viel schlechter als dir.“
Und das sind die Leute, die zum Arzt gehen.
Wenn es eben nicht so ist, dass du zu denen gehörst, denen es noch viel schlechter geht als dir, dann kriegst du gesagt: „Ist alles normal.“
Ja. Weil eben Leute, die sich nicht gut fühlen, zum Arzt gehen.
Wird ja kaum ein 83-jähriger Landwirt zum Arzt gehen und sagen: „Hey Doc, du musst mich mal durchchecken, weil ich bin so fit, dass es nicht normal sein kann.“
Passiert nicht.

Der Unterschied zwischen „läuft noch“ und „läuft“
Der Mann mit dem 356er hat sein Auto nicht zum TÜV gebracht und gefragt: „Springt der noch an?“
Er hat gefragt: „Was braucht diese Maschine, um Rennen zu fahren?“
Das ist ein völlig anderer Massstab.
Beim TÜV geht es darum, ob du noch verkehrstauglich bist. Ob du keine Gefahr für andere darstellst. Ob du nicht auseinanderfällst auf der Autobahn.
Beim Rennauto geht es darum, ob du leistungsfähig bist. Ob alles optimal läuft. Ob jedes Teil das tut, wofür es gebaut wurde.
Und genau das ist der Unterschied zwischen dem, was dein Hausarzt macht — und dem, was ich mache.
Dein Hausarzt prüft, ob du „noch verkehrstauglich“ bist. Ob du nicht akut krank bist. Ob du keine Gefahr für dich selbst darstellst.
Ich frage: Was braucht diese Maschine, um zu laufen — nicht nur, um anzuspringen?

„In deinem Alter ist das normal“
Dieser Satz bedeutet übersetzt:
„Du bist so kaputt wie die meisten anderen Menschen in deinem Alter, die zu mir kommen. Und weil du nicht NOCH kaputter bist als die, giltst du als gesund.“
Das ist der Massstab.
Nicht: „Du könntest dich so fühlen wie ein gepflegter 356er.“
Sondern: „Du fühlst dich nicht schlechter als die anderen Schrottkarren auf dem Hof.“
Herzlichen Glückwunsch. Alles normal.
Was der 356er-Besitzer wusste
Er wusste, dass „alt“ nicht „kaputt“ bedeutet.
Er wusste, dass Pflege und Wartung einen Unterschied machen — nicht irgendwann, sondern jetzt. Nicht nur Ölwechsel, sondern echte Feinabstimmung.
Er wusste, dass sein Auto für mehr gebaut wurde als „von A nach B kommen“.
Und er hat sich geweigert, den Zerfall als „normal“ zu akzeptieren.
Die Frage ist: Gibst du dich damit zufrieden?

Dein nächster Schritt
Der Mann mit dem 356er hat nicht gefragt: „Springt der noch an?“
Er hat gefragt: „Was braucht diese Maschine, um Rennen zu fahren?“
Genau das frage ich, wenn ich mir deine Laborwerte anschaue.
Nicht: „Bist du noch verkehrstauglich?“
Sondern: „Was braucht dieser Körper, um wieder zu laufen — nicht nur zu funktionieren?“
Bereit für den nächsten Schritt?
Du willst wissen, was dein Körper wirklich braucht — nicht nur, ob er „noch funktioniert“? Dann lass uns reden.
„Ich habe mich zum ersten Mal in meiner Gesundheitsgeschichte das Gefühl gehabt, dass meine Beschwerden wirklich ernst genommen werden und an einer ganzheitlichen Lösung gearbeitet wird. Ich würde jederzeit wiederkommen und die Behandlungen weiterempfehlen.“
— Hanna Schwab
Häufig gestellte Fragen
Was hat ein Porsche 356 mit Gesundheit zu tun?
Ein 60 Jahre alter Porsche läuft besser als viele Neuwagen — weil sein Besitzer ihn pflegt. Dein Körper funktioniert genauso: regelmäßige Wartung entscheidet über Langlebigkeit.
Warum ist Prävention so wichtig?
90% aller chronischen Erkrankungen entwickeln sich über Jahre — mit Warnsignalen die man erkennen kann. Prävention bedeutet: diese Signale ernst nehmen, bevor aus Symptomen Diagnosen werden.
Wie oft sollte man zum Gesundheits-Check?
Mindestens einmal jährlich eine funktionelle Blutanalyse. Bei bestehenden Beschwerden oder Risikofaktoren: alle 3-6 Monate. Prävention ist günstiger als Behandlung.
[1] Amrein K et al. „Vitamin D deficiency 2.0: an update on the current status worldwide.“ Eur J Clin Nutr 2020;74(11):1498-1513. PMID: 31959942
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Therapeuten Ihres Vertrauens.


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